Bildung

Wie die Alphabetisierung, leidet auch die Schulbildung Burkina Fasos unter mehreren Problemen. Verfassungsgemäß sollte der Schulbesuch während der Schulpflicht (bis zum 16. Lebensjahr) kostenlos sein. In Wirklichkeit besuchen lediglich 44% der Kinder und Jugendlichen eine Schule. Verschiedene Gründe tragen zu dieser Situation bei: Die Kosten für den Schulbesuch und für die Materialen sind für viele Familien zu hoch, also unerschwinglich. Außerdem verliert eine Familie im Haus oder auf dem Feld eine Arbeitskraft, wenn sie ein Kind zur Schule schickt.

Noch weniger Burkinabè erreichen eine weiterführende Schule. Es gibt drei Universitäten, aber letzten Endes erhalten nur 2,4% der Bevölkerung eine universitäre oder ähnliche Ausbildung.

Der Stand der Frau in der burkinischen Gesellschaft ist dem des Mannes weit unterlegen und die Alphabetisierungsrate unter Frauen ist deutlich niedriger, als bei Männern. Im ländlichen Milieu sind 92% der Frauen Analphabetinnen.